Ständig am Boden.

Am Boden bleiben. Das ist uns wichtig. Nicht abheben, nicht zu groß werden, nicht den Kontakt zu dem verlieren, worum es geht und nicht vergessen, woher alles kommt. Das ist unsere Auslegung des Begriffs „bodenständig“. Denn wir wollen wirklich immer weiter wachsen. Nicht mit mehr Weingärten und nicht mit ständig mehr Weinmenge. Ganz im Gegenteil. Mehr Substanz ist woran uns liegt. Die Umstellung zur Biodynamie ist einer der Schritte in diese Richtung und weitere werden folgen. Welche? Mal sehen, was die Zeit bringt.

Einmal Reisenberger, immer Reisenberger.

Was den Weinbau betrifft hat meine Heimatgemeinde Reisenberg schon großartigere Zeiten gesehen. Als Winzer bin ich schon fast so etwas wie der letzte Ritter und wie es sich für einen solchen gehört, mit absoluter Leidenschaft am Werk. Von hier kommen zwar nur drei unserer Weine, aber die sind unsere absoluten Lieblinge und darüber hinaus ein Zeichen unserer Treue zu Reisenberg. Sprich: Wer will, kann kommen und gehen. Wir sind da, um zu bleiben.

Mit Wein ist es überall schön.

Leithaberg und Reisenberg. Das sind zwei Richtungen, zwei Welten und zwei Seiten. Beide sind uns auf ihre eigene Art gleich lieb und wichtig. Da gibt es gar kein falsch und richtig. So gesehen macht es also überhaupt keinen Unterschied, wo man beginnt oder aufhört. Hauptsache, man bleibt am Boden und kommt bei sich selbst wieder an.

Alles aus Liebe.

Wir sind überzeugt, was man nicht mit Liebe macht, kann man gleich lassen. Das ist unsere Devise beim Arbeiten, Leben und Genießen. Und so verkosten und trinken wir unsere (und in diesem Fall auch andere) Weine mit so viel Lust und Liebe wie wir sie gemacht haben. Und auch für solche Menschen wollen sie gemacht sein. So ist es uns auch wichtig, eine große Bandbreite an Weinen vom fruchtigen Weißen bis zum hochphilosophischen Roten zu haben, die jede Stimmung und Lebenslage begleiten können. Kurz: Toni Hartl ist immer eine sichere Bank.

Über den Berg zum See.

Wenn ich von Reisenberg aus gesehen, sozusagen einmal über den Berg bin, geht es der Sonne entgegen. Denn hier liegen unsere Weingärten in einigen der besten und spannendsten Hanglagen des Leithagebirges und neigen sich dem Neusiedler See und der intensiven pannonischen Sonne zu. Diese idealen mikroklimatischen Bedingungen in Verbindung mit den besonderen, mineralischen Böden des Leithagebirges sind die perfekte Basis für Weine von hoher Intensität und Finesse.

Die wahren Bodenschätze sind die Lebenden.

Wer nach Gold gräbt ist schon am falschen Weg. Der Boden selbst ist das Gold. Die Ressource, aus der meine Weinstöcke, und damit wir, alles schürfen, was wir zum Leben brauchen. Und er ist ein Lebewesen und kein Ding. Daher arbeiten wir seit einigen Jahren ganz konsequent in Richtung Bio und Biodynamie. Einige Weine sind daher jetzt schon bio - andere auf den Weg dorthin. Sprich, stammen aus Weingärten, die sich noch in der dreijährigen Umstellung von konventionell zu biologisch befinden. Warum? Ganz einfach. Weil man den Unterschied im Weingarten und im Wein sieht, riecht, schmeckt und mit jeder Faser spürt. Auch (oder vor allem) noch am nächsten Tag.

Gutes kann man nur selber machen.

Ich bin ein Hackler. Und das mit Lust, Liebe und Leidenschaft. Deshalb packen wir immer selber an und delegieren nicht mehr, als nötig ist. Das sorgt dafür, dass zwischen uns und unseren Weinen eine intensive und direkte Verbindung besteht und garantiert, dass wir nie die Bodenhaftung verlieren. Anders formuliert: Unsere Weine sind von größter Authentizität und schmecken durch und durch wie „wir“ weil wir sie machen und nicht machen lassen.